Einsätze / Sonderdienste / Formel 1 2010

Meckesheimer Feuerwehr macht Brandschutz bei Formel 1

Die ganze Welt schaut dieser Tage nach Hockenheim, und die örtliche Freiwillige Feuerwehr sieht das Formel-1-Rennen aus einem ganz besonderen Blickwinkel. Eine Gruppe von Aktiven aus beiden Abteilungen hat sozusagen Logenplätze, denn sie sind die drei Tage im Bereich der Boxengasse für die brandtechnische Sicherheit der Veranstaltung verantwortlich.
Mit Theorieunterricht und einer praktischen Übung im Umgang mit Feuerlöschern haben sich die 24 Männer und eine Frau gründlich auf ihren Dienst vorbereitet.

Vorgestern machten sie sich vor Ort im Motodrom mit den Gegebenheiten des Großereignisses vertraut. Von der Einsatzzentrale, dem Feuerwehrhaus in Hockenheim, ging’s in den roten Mannschaftswagen an den Campingplätzen und dem äußeren Eventbereich vorbei durch die streng kontrollierten Einfahrtstore. In den innersten Bereich der Sportveranstaltung kommt man nur mit Berechtigungsschein.
Diese Hochsicherheitszone wirkte am Tag vor den Rennen noch etwas wie ein Rummelplatz im Aufbau: Hier sind die Mobilhomes der Teams abgestellt; in riesigen Lastkraftwagen mit Vorzelt hüten die Mannschaften ihr kostbares Material.
Geschäftige Hektik herrschte noch dort, wo übers Wochenende die „VIP“s und die Zuschauer mit Premiumkarten anzutreffen sind. Die Feuerwehrler stellten ihre Fahrzeuge im „Vorstart“ ab. Bei den Wettkämpfen des Rahmenprogramms werden von hier aus die Autos in die Rennen gehen.

Die Meckesheimer hatten bereits ihre „Lätzchen“ übergestreift, die sie als „Fireman in the pit-line“, als Feuerwehrleute, die jederzeit die Boxengasse betreten dürfen, ausweisen. „Chief-Fire-Marshal“ ist Kommandant Mathias Grasse, sein Stellvertreter Rolf Schmitt.
Vom blauen Band auf dem Asphalt zwischen den Fahrstreifen der Boxengasse besichtigten die freiwilligen Brandschutz-Experten eingehend ihre Arbeitsplätze der nächsten Tage.
Ein Teil von ihnen wird an der Boxenmauer, die den Rennkurs und die Servicespur trennt, zwischen den Kommandoständen der Teams Wache stehen. Hinter sich das Fahrgeschehen des Start-Ziel-Bereichs, halten sie nach vorne den wachsamen Blick in die Boxen gerichtet, in denen bereits rege Betriebsamkeit herrschte. Wie wird’s da erst beim großen Rennen abgehen, wenn hier in Nu Reifen gewechselt und Schäden an den heißen Kisten behoben werden! Da heißt es genau beobachten, einzuschätzen, wann Gefahr droht, gezielt einzugreifen, wenn wirklich Feuer ausbricht … und dann nicht den Einzelhelden zu spielen!

Auch hinter den Boxen ist der Job schwierig: Den Überblick behalten, wo es eng zugeht, wo mit Treibstoff und Schmiermitteln hantiert wird, wo die Teams die Nähe von Fremden meiden, wo prominente Besucher herumgeführt werden. Alles im allem eine diffizile Aufgabe für die heimische Wehr, die sich bereits vor zwei Jahren mit ihrem Einsatz für die erneute Aufgabe empfohlen hat.
Viele gehen die Sache schon routiniert an und geben den Neulingen ihre Erfahrungen weiter. Anstrengend und anspruchsvoll sind die drei Tage beim einzigen Formel-1-Rennen in Deutschland, aber auch spannend mitten im Weltklassegeschehen, wo der eine oder andere Promi mal ganz nah vorbeikommt.
Zu Hause sorgt ein durchdachter Organisationsplan dafür, dass trotz der Abwesenheit vieler Führungskräfte die volle Einsatzbereitschaft der Feuerschützer gewährleistet ist.


Quellen: Bericht RNZ Frau Inge Hanselmann, Bilder FW Meckesheim

Vorbericht RNZ

Vorbericht Amtsblatt

Bilder

Bericht im SAFE Magazin