Ausbildung / Hauptübung 2011

Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr am 23.07.2011

Bei der Hauptübung wenden die Wehren aus Meckesheim und Mönchzell Theorie praktisch an

Ein schwerer Verkehrsunfall mitten im Ortsteil!

Ein Auto hat sich unter den Hänger eines Traktors geschoben, ein weiteres ist gegen eine Hauswand geprallt. Fahrer und Beifahrer sind im Auto eingeschlossen. Zwei Passanten erleiden Schürfwunden.
Das war die Aufgabe bei der gemeinsamen Hauptübung der beiden Feuerwehr-Abteilungen. Technische Hilfeleistung war in der ersten Jahreshälfte das Schwerpunktthema der Feuerwehrausbildung, das sollte nun praktisch angewendet werden.

Nachgestellt war der Unfall in der Hauptstraße in Mönchzell. Die Mannschaft der Feuerwehrabteilung Mönchzell, die bereits am nahen Gerätehaus bereitsteht, ist im Nu vor Ort. Kommandant Armin Katzenberger sichtet die Unglücksstelle, dirigiert seine Helfer zu den am Rande stehenden Kleinwagen und weist den Minuten später eintreffenden Meckesheimern das andere Auto zu. Technisches Gerät wird zügig entladen und auf Planen bereit gestellt, Schläuche werden ausgerollt und angeschlossen, damit im Falle eines Brandes schnell eingegriffen werden kann.

Nun werden die eingeschlossenen Personen ganz vorsichtig aus ihrer Blechfalle befreit. Beruhigend spricht man die Verunglückten an. Hydraulische Scheren und Spreizer werden angesetzt, die Unfallopfer sorgsam vor Splittern geschützt. Bedacht und überlegt ist die Vorgehensweisse - wie es in der Theorie gelernt wurde. Erfahrene Feuerwehrleute stehen den neu Ausgebildeten mit Rat und Tat zur Seite. Es ist nicht einfach, die richtigen Angriffspunkte sofort zu erkennen und den richtigen Schnitt anzusetzen, um die Blechkästen zu demontieren. "Da ist halt jedes Auto anders!"

Inzwischen ist der Rettungsdienst in großer Besetzung eingetroffen. Auch für diese Helfer ist die Übung eine realistische Bewährungsprobe für die Praxis. Unter Anweisung der Rettungsassistenten werden die Verletzten versorgt: Stützende Halskrausen werden angelegt, Blutdruck überprüft, stabilisierende Infusionen vorbereitet und immer wieder beruhigend gesprochen. Endlich sind große Rettungsöffnungen geschaffen und die Eingeklemmten werden vorsichtig aus ihrer hilfslosen Lage herausgeholt.

Mehr als eine halbe Stunde hat die Befreiungsaktion gedauert. "Warum dauert das nur so lange?" , fragen sich die Zuschauer, die nach und nach an die Unfallstelle geströmt sind. Zur Sicherheit der Verunglückten muss äußerst vorsichtig vorgegangen werden, da darf kein einziger Fehler geschehen.

Als alle sechs Personen versorgt sind, treffen sich die Verantwortlichen zur bewertenden Besprechung am Lagezentrum. "Bis auf Kleinigkeiten, war's gut", lobt Unterkreisführer Helmut Vogel die Aktion. "Alle Personen wohlauf, Ziel erfüllt", fasst Bürgermeister Hans-Jürgen Moos zusammen und dankt der Freiwilligentruppe. Gesamtkommandant Mathias Grasse zeigt sich zufrieden, dass fast 40 Feuerwehrleute und knapp 20 Rotkreuzler gut zusammengearbeitet haben.

Quellen: Bericht RNZ Frau Inge Hanselmann, Bilder Alexander Müller

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