Ausbildung / Hauptübung 2007

Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr am 14.07.2007

Die Werksfläche saniert und bedeutend erweitert, eine moderne Brandmelderanlage installiert und gleich den Ernstfall geprobt;
- die Produktionshallen der Firma SFK Linearsysteme GmbH waren Schauplatz der diesjährigen Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Meckesheim.

Angenommen wurde, dass die gasbetriebene Heizungsanlage der metallverarbeitenden Fabrik explodiert, und das Sicherheitssystem um 15.30 Uhr Alarm auslöst.
Da die Übung im Voraus angekündigt ist, wartet bereits eine kleine Anzahl Interessierter mit Sicht auf das Werkstor in der Industriestraße, als kaum fünf Minuten später das erste Feuerwehrfahrzeug am Unglücksort eintrifft.
„Was is'n passiert?“, erkundigt sich Einsatzleiter René Faul bei den Sicherheitsfachkräften. Explosion im hinteren Bereich der Werkshalle, es brennt und drei Menschen werden vermisst, berichtet Richard Kühn von SKF.

Kurz wird die Lage erkundet, zwei Abteilungen zum Einsatz rechts und links um das große Gebäude gebildet, und mit dem zentral gelagerten Schlüssel die Zugänge nach innen für die Atemschutzträger geöffnet.
Menschenrettung hat erste Priorität.

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Die Wasserversorgung wird aufgebaut; 6000 Liter haben die angerückten Fahrzeuge bereits dabei, so kann der Verlust wertvoller Zeit überbrückt werden, bis der mit Dreck zugesetzte Hydrantendeckel auf der Straße endlich frei ist.
Zehn Minuten nach der Alarmierung ist die DRK-Bereitschaft mit zwei Wagen vor Ort und kann die ersten beiden aufgefundenen Verletzten übernehmen.
Endlich sprudelt das Wasser, sechs C- und zwei B-Rohre liegen bereit. „Wasser marsch!“ und die neue Fassade bekommt in Nu eine kräftige Außenwäsche.

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Im Gebäude orten die eingesetzten neun Trupps à zwei Mann unter Atemschutz endlich den letzten Vermissten.
Ihre Arbeit im Innenangriff wird Unterkreisführer Helmut Vogel später als noch verbesserungsfähig beschreiben.
Nach weniger als einer halben Stunde haben die vereinten Kräfte der Abteilungswehren aus Meckesheim und Mönchzell die Lage im Griff; „Feuer schwarz“ wird um 15.55 gemeldet.

In der nachfolgenden Besprechung zeigte sich Kommandant Mathias Grasse zufrieden mit der gezeigten Leistung bei der kurzen, kompakten Übung.

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47 Feuerwehrleute und fünf DRK-Retter waren eingesetzt. Effektiv und schnell habe die Wehr gehandelt, lobte Bürgermeister Hans-Jürgen Moos, es sei eine überzeugende Demonstration von Einsatzfähigkeit gewesen.
Von Werksseite meinte der Brandschutzbeauftragte aus der Zentrale, Bernd Schubert, dass man vorbeugenden Brandschutz für sehr wichtig halte, und gute Ortskenntnis der zuständigen Feuerwehr von großem Nutzen sei.

Quellen: Bericht RNZ Frau Inge Hanselmann, Bilder Alexander Müller

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Infoblatt zur Hauptübung