Ausbildung / Hauptübung Mönchzell

Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Meckesheim am 29.08.2008

Ein Brand im dicht bebauten Ortskern sollte gelöscht werden bei der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr. Dort, wo im Herzen Mönchzells die Häuserfassaden dicht an dicht stehen, im rückwärtigen Bereich mehrfach genutzte Nebengebäude sich verwinkelt ineinander schachteln, und die Hauptstraße beim alten Rathaus eine gefährliche Engstelle aufweist, wurde ein Feuer im ehemaligen Zimmerei-Anwesen angenommen.

Pünktlich um 16 Uhr am Samstag stieg dichter Qualm aus dem Dach der Garage und die Feuerwehr wurde alarmiert. „Tatü-tata“ tönte es umgehend vom Feuerwehrhaus her, wo die Abteilungswehr bereits auf den angekündigten Einsatz gewartet hatte. Im Nu hielt das erste Löschfahrzeug in der Hauptstraße, entstiegen die Helfer dem Mannschaftswagen. Einsatzleiter Achim Schäfer sondierte die Lage; Schläuche wurden entrollt; Atemschutzgeräteträger machten sich bereit, während letzte Autos auf der Landesstraße 4178 sich noch durch den sich aufbauenden Einsatz drängten. Kurze Zeit später ist die Umleitung über Seitenstraßen geregelt.

Aus Meckesheim treffen der Einsatzleitwagen, drei weitere Löschfahrzeuge und der Gerätewagen ein. 60 Einsatzkräfte sind beteiligt, wird man später erfahren. An den bedruckten Westen sind die Funktionsträger zu erkennen: „Fahrzeugführer“, „Abschnittsleiter“ oder „Atemschutzüberwachung“. Personenrettung hat Vorrang. Schnell ist der erste Junge aus dem rauchenden Schuppen geborgen. Eine junge Frau wird über eine Leiter vom Balkon geholt: Mit einem Seil gesichert klettert die junge Dame recht behände über die Brüstung und wird umsichtig nach unten geleitet. Ein weiterer Vermisster wird unter Atemschutz im Gebäude gefunden und dem Rettungsdienst der Rot-Kreuz-Bereitschaft übergeben. Von einem hohen Balkon muss ein weiterer Mensch gerettet werden, dem der Weg über das Treppenhaus versperrt ist. Die lange dreiteilige Schiebleiter reicht die sechs oder sieben Meter hoch, und die neu ausgebildete Einsatzgruppe „Absturzsicherung“ hat ihren ersten Einsatz. Wie Bergsteiger sichern sich die Helfer am Balkon, ziehen die Schleifkorbtrage hinauf und bergen den Verunglückten. Dieser ist diesmal nur eine Puppe und ein rechtes Leichtgewicht.

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Da klappt das sichere Abseilen wie am Schnürchen. Ausreichende, schnell zu organisierende Wasserversorgung ist bei jedem Feuer eine wichtige Aufgabe. Eine Einsatzgruppe nutzt die Hydranten in der Hauptstraße, während einer zweiten die großen Löschwasserzisternen des Hofguts zur Brandbekämpfung und zur Riegelstellung von der Rückseite aus zur Verfügung stehen. Bereits nach dreißig Minuten heißt es „Feuer schwarz“. Die Übung, die in der sommerlichen Hitze den Floriansjüngern in ihrer schweren Schutzausrüstung viel Kraft kostete, ist beendet.

Namens der Gemeinde dankte der stellvertretende Ortsvorsteher Gunter Dörzbach allen Beteiligten.
Gesamtkommandant Mathias Grasse zog ein positives Fazit des Übungsverlaufs. Aufmerksam hatte der stellvertretende Kreisbrandmeister Kurt Lenz die Übung beobachtet und später den Truppführern wertvolle Hinweise gegeben. Vor versammelter Mannschaft zeigte er sich mit dem Verlauf zufrieden und dankte den Angehörigen der Wehr für diesen Einsatz, den die Wehr in vorbildlicher Weise auch überörtlich leiste, wie zuletzt beim Großbrand in Reilingen.

Quellen: Bericht RNZ Frau Inge Hanselmann,Bilder FW Meckesheim

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